Reise-Infos Usbekistan

Auf dieser Seite werden wir Sie über Neuigkeiten bzgl. Reiseformalitäten und Zugverbinungen in Usbekistan sowie sonstige touristisch relevante Themen laufend informieren sowie Reiseziele vorstellen. Wir stehen Ihnen auch gerne für Fragen zum Thema “Reisen in Usbekistan” unter kulteurasia@gmail.com zur Verfügung und vermittlen Kontakte.

Afrosiyob Schnellzug
Afrosiyob Schnellzug

NEUIGKEITEN:

Visumsfreiheit für Österreicher und Bürger 45 weiterer Staaten ab 1. Februar 2019!
Nähere Infos dazu finden Sie auf der unserer Partner-Plattform USBEKISTAN ONLINE.

Neue direkte Zugverbindung Buchara – Xiva seit 15.1.2019. Bisher gab es nur Züge bis Urgench. Die Weiterfahrt nach Xiva musste mit einem Sammeltaxi organisiert werden. Vorläufig werden Diesel-Lokomotiven auf dieser Strecke unterwegs sein. Nach der Elektrifizierung ist eine Verlängerung des Schnellzugs Afrosiyob bis Xiva geplant.

ALLGEMEINE REISEINFOS:

Bevorzugte Verkehrsmittel für längere Strecken in Usbekistan sind Sammeltaxis, die an bestimmten Plätzen abfahren und die Eisenbahn. Für kürzere Strecken stehen die auf festen Routen fahrenden Marschrutkas, in Usbekistan i.d.R. Daewoo Kleinbusse,  zur Verfügung, die auch nach dem “Sammelprinzip” funktionieren, d.h. abgefahren wird, wenn die Marschrutka voll ist. Innerhalb der Städte ist im Prinzip jedes Fahrzeug ein Taxi.

Die Website von Advantour gibt einen guten Überblick über Zugverbindungen im Land, wenn auch nicht immer auf dem neuesten Stand, als Orientierung aber auf jeden Fall ganz hilfreich und auch sonst sehr informativ.

Zwischen Tashkent und Almaty verkehrt seit ein paar Jahre ein Schnellzug.

Uzbekistan Airways plant die Eröffnung von drei neuen Destinationen in 2019. Unter denen ist auch  München.

REISEZIELE:

Die klassischen Reiseziele in Usbekistan sind die Zentren der historischen Seidenstraße Samarkand, Buchara und Xiva sowie die Hauptstadt Tashkent. Darüber hinaus gibt es aber auch andere, weniger frequentierte interessante Reiseziele in Usbekistan.

 

Tashkent:

Die meisten Reisenden kommen in der Hauptstadt Tashkent an, die momentan stark modernisiert wird. Es werden ganze Stadtviertel neu aufgebaut und leider große Teile der Altstadt abgerissen. Nutzen Sie die Chance, die Altstadt Chorsu mit dem gleichnamigen Basar zu besuchen. In unmittelbarer Nähe des Basars befindet sich die schöne Medrese Kukoldash.

Ein Besuch des Alisher Navoi Theaters lohnt sich auf jeden Fall.

Schönes qualitativ hochwertiges Kunsthandwerk kann man gut in der Medrese Abdul Qosim neben dem Parlamentsgebäude erwerben.

Die Usbekisch-Deutsche Freundschaftsgesellschaft mit Sitz in Tashkent hat eine großartige App entwickelt, die dabei hilft, für Besucher relevante Orte zu finden: Toshkent Durdonalari

 

Samarkand:

Neben den fantastischen Bauwerken des Registan, Gur Emir, Bibi Xanoum und  dem Shah-i-Zinda Komplex ist der noch stehende Teil der Altstadt auch sehr interessant. Aber natürlich sind es die berühmten Bauwerke, die den Zauber Samarkands ausmachen. Der Registan ist ein einmaliges bauliches Ensemble bestehend aus den drei Medresen Sher-Dor, Ulug Bek und Tilla Kari. Beachten Sie auf der Fassade der Sher-Dor  Medrese die für die islamische Welt seltene figürliche Darstellung von Tigern. In der Tilla Kori Medrese, der “Goldenen” sollten Sie sich unbedingt die goldene Kuppel anschauen und natürlich das Suzani Geschäft unserer Freunde Dilshod Abdulkhaev und Nafisa Shakirova Dil-Suzani Boutique besuchen. Dort können Sie nicht nur Suzanis einkaufen sondern erhalten vor allem umfassende Hintergrundinformationen zur Symbolik der Suzanistickereien. Registan bedeutend Sandplatz. Hier fand im Mittelalter die Gerichtsbarkeit statt und es wurden auch Hinrichtungen abgehalten.

Sehenswert ist auch die große Moschee Bibi Xanoum, deren Bausubstanz leider sehr angegriffen ist und die etwas außerhalb des Zentrums aber fußläufig erreichbare Gräberstadt Shah-i-Zinda.

Etwas außerhalb gibt es eine sehenswerte Papiermanufaktur. Denn Samarkand war ein wichtiges Zentrum der Papierherstellung.

Etwa 5o km südöstlich von Samarkand und von da aus gut mit dem Sammeltaxi oder der Marschrutka (Abfahrt da, wo man von der Hauptstraße auf den großen Platz vor Gur Emir abbiegt) zu erreichen liegt die Kleinstadt Urgut, die den wohl größten Basar Usbekistans beherbergt und ein Zentrum der Suzaniherstellung ist.

 

Buchara:

In der historischen Altstadt, in der momentan sehr viele neue Hotels vor allem im alten jüdischen Viertel gebaut werden ist als herausragendes Bauwerk vor allem der Komplex Kalon mit dem berühmten Minarett von dem in Zeiten der historischen Seidenstraße Delinquenten in den Tod gestürzt wurden, zu nennen.

Ein ganz besonderes Gebäude ist aber auch das Samaniden Mausoleum, das als ältestest Zeugnis islamischer Architektur in der Region Zentralasien gilt. Seine Ästhetik erhält das Mauseleum durch die Anordnung der gebrannten Ziegeln. Farbige Kacheln gab zu seinen Bauzeiten noch nicht.

Schön ist auch die Moschee Bolo Havuz. Havuz bedeutet Wasserbecken und diese Becken und Wasserkanäle, eine Besonderheit Bucharas, waren im Mittelalter verantwortlich für hygienische und medizinische Probleme. Der “Bucharawurm” war berüchtigt.

In den Kuppelbasaren wird auch heute gehandelt. Hier bieten Kunsthandwerker ihre Waren an.  Schön ist auch das am Rande der Altstadt gelegene Haus des Kaufmanns Xoʻjayev, wie auch der außerhalb der Stadt gelegene Sommerpalast des letzten Emirs und die Gräberstadt Chor Bakir.

In Usbekistan gibt es verschiedene berühmte Keramikzentren. Das bekannteste ist in Rishtan im Ferganatal. Aber auch Buchara ist eine Keramikstadt. Wer die echte, traditionelle Keramik aus Buchara kennenlernen möchte, sollte in den 40 km von Buchara entfernten Ort Gijduvan fahren und die dortigen Keramikmeister besuchen. Bei der Buchara Keramik überwiegen die Farben braun und gelb.

 

Chiva:

Die Ichan Kala, was soviel wie innere Burg heißt, von Chiva ist ein wunderschönes  Altstadt Ensemble innerhalb einer komplett erhaltenen Stadtmauer aus Lehm. Schön ist, dass die Stadt kein Freilichtmuseum, sondern bewohnt ist. Das Minarett Kalta Minor hätte das höchste Minarett der Welt werden sollen, von dem man bis Buchara hätte schauen können. Es wurde aber nicht vollendet. Berühmt ist auch das Islam Hodja Minarett.

Weitere wichtige Bauwerke Chivas sind der Tash Hauli Palast und die Juma (Freitags) Moschee mit den wunderschön geschnitzten Holzsäulen.

 

Ferganatal:

Wer sich für traditionelles Kunsthandwerk interessiert sollte auf jeden Fall einen Besuch in der Kerakmikstadt Rishtan einplanen. Dortige Keramikmeister wie z.B. Alisher Nazirov bieten sogar Übernachtungsmöglichkeiten an.

In der Yodgorlik Seiden Manufaktur/Fabrik in Margilan kann man sich in einem geführten Rundgang über die verschiedenen Herstellungsschritte der traditionellen Ikat-Stoffe informieren.

Der Palast des Khans von Kokand ist auch einen Besuch wer.

 

Surkhandarya:

Wenn Sie das ländliche Usbekistan kennen lernen möchten, ist ein Besuch der Kreisstadt Boysun mit seinen als UNESCO immaterielles Weltkulturerbe eingestuften uralten Traditionen einen Besuch wert.   Boysun hat einen lebendigen Basar sowie sonntags einen sehr unsprünglichen Viehmarkt. Traditionelle Ringkämpfe finden auch heute noch statt. Die kleine Stadt liegt landschaftlich schön im Hissar Gebirge. Im Frühjahr findet das Festival Boysun Bahori statt.

Beim Dorf Derbent befinden sich beeindruckende Schluchten.Lesen Sie dazu auch unseren Reisebericht vom Oktober 2018.

Termez ganz im Süden Surkhandarys war ein bedeutendes Zentrum des Buddhismus in der Region. Auch in Termez gibt es seit 2019 Anfang April ein Internationales Festival, das Bakhshi Festival.

 

Region Nurata:

In verschiedenen Dörfer in der Region Nurata gibt es die Möglichkeit bei Familien zu wohnen und an deren Alltag teilzunehmen sowie das dörfliche Leben kennen zu lernen.